beziehungsweise:

Der Treffpunkt für Frauen in unserer Gemeinde.

 

Nach langer Pause war es den Frauen von bzw: endlich wieder möglich sich zu treffen. Dieses Mal aus gegebenem Anlass nicht im Gemeindesaal, sondern im Kirchenraum.Auf den Sitzplätzen lag eine Postkarte mit dem Bild der Jahreslosung „Ich glaube, hilf meinem Unglauben.“ sowie eine kleine süße Überraschung.Nach der Begrüßung und einem Lied, werden verschiedene Betrachtungsweisen des Bibelverses beleuchtet.Was bedeutet eigentlich Glaube? Im Griechischen wird das Wort Glaube mit Pistis übersetzt. Das heißt Vertrauen. In der Bibel finden wir viele Beispiele, wo sich Glaube als Vertrauen zu Gott zeigt, z.B. bei Abraham. Er wird von Gott aufgefordert seinen Familienclan zu verlassen und in ein Land zu ziehen das er nicht kennt und nicht einmal weiß, wo es liegt. Da er dadurch den Schutz der Großfamilie aufgibt, ist er nun auf sich allein gestellt. Abraham vertraut ganz auf Gott. Sein Vertrauen zeigt sich aber auch darin, dass er an Gottes Verheißung glaubt. In ihr sagt Gott Abrahamzu, dass von ihm einmal ein großes Volk abstammen wird, obwohl er zu diesem Zeitpunkt schon sehr alt und kinderlos ist. Glauben heißt also darauf vertrauen, dass Gott in unserem Leben handeln wird.Eine weitere Bedeutung des Wortes Glaube: Credo. Darin steckt der lateinische Begriff „cor dare“ das Herz geben. Auch dafür findet man in der Bibel viele Beispiele, wo Menschen Gott ihr Herz schenken und sich von ihm verändern lassen. Wenn wir glauben, schenken wir Gott unser Herz underfahren seine Liebe. Wir beginnen selbst zu lieben und werden durch den heiligen Geist verändert.Nach einem weiteren Lied lernen die Frauen das Lebensbild von Horatio Spafford kennen, in Chicago im 19. Jahrhundert geboren. Er hat vier seiner Kinder bei einem Schiffsunglück verloren, allein seine Frau Anna wurde gerettet. Als er zu seiner Frau mit dem Schiff eilt und an der Unglücksstelle vorbeikommt, dichtet er das heute noch bekannte Lied „Mir ist wohl, mir ist wohl in dem Herrn.“ Sein Leben ist ein Beispiel an tiefem Vertrauen und Hingabe.In der dazugehörigen biblischen Geschichte, bei der sich ein Vater eines kranken Jungen an Jesus wendet mit der Bitte um Hilfe, konnten die Frauen sehen, dass Zweifel mit zum Glauben gehören.Die Angst und den Zweifel des Vaters, der bei den Jüngern und Jesus um Hilfe für seinen kranken Sohn bittet kennen wir alle. Neben dem Glauben ist uns auch das Zweifeln ins Herz gelegt.Was, wenn Gott nicht hilft - geben wir auf? In unserem langen Leben haben wir auch viele positive Erfahrungen gemacht, doch die werden durch eine Enttäuschung schnell zugeschüttet. Wenn man ins Zweifeln kommt ist es gut, die Wurzel des Zweifels zu suchen und anzusehen. Ist es Sorge, ein Erlebnis oder Sünde, die sich zwischen meinem Blick auf Gott gestellt hat? Doch da sagt Jesaja: "Hört zu! Die Hand des Herrn ist nicht zu kurz um euch zu helfen!" Gott hat kein Problem damit, wenn ich zweifle. Ich bin bei ihm mit meinen Zweifeln willkommen. ER ist treu, auch in Zweifelszeiten und es ist gut, wenn wir dran bleiben und letztlich daraus gestärkt hervor gehen! Gott ist stärker und ER trägt den Sieg davon. Und im Zweifeln geht er auf unsere eigene Art ein, so wie beim zweifelnden Thomas: Jesus hat Thomas keine Vorwürfe gemacht, ihn verstanden und seinen Unglauben in Glaube verwandelt durch das Berühren der Wunden Jesu.Letztlich ist der Zweifel ein Ausdruck vom Glauben, denn ohne Glaubengäbe es keinen Zweifel.Nach einem gemeinsamen Lied, Gebet und Segen, wurde der abwechslungsreiche Abend beendet und das Vorbereitungsteam freut sich auf ein nächstes Treffen, voraussichtlich im Dezember.

 

Jahreslosung
Bildrechte: Ute Häffner

 

Etwa 4 mal im Jahr verbringen wir Frauen einen Abend zusammen, um miteinander über Themen des Lebens nachzudenken, zu plaudern und uns gemeinsam auf den Weg zu machen, mehr von Gott zu hören.

Team: Beate Kleinlein, Jutta Kramer, Elke Schreiber